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 Betreff des Beitrags: Der Strategiewechsel des IS mit Ansage
BeitragVerfasst: 15. Nov 2015, 12:56 
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Lange agierte der Islamische Staat stark regional. Das ist vorbei. Die Fanatiker sehen die Paris-Anschläge als Teil eines Feldzugs. Botschaft: Wer sie angreift, muss mit Toten im eigenen Land rechnen.

Es war am Vormittag des 27. September dieses Jahres, als François Hollande ernst und entschlossen vor die Presse trat. "Frankreich hat heute Morgen ein Camp des Islamischen Staates in Syrien angegriffen", sagte der französische Präsident. "Das Camp wurde vollständig zerstört." Sechs Kampfjets hatten nahe Deir ez-Zor in Ostsyrien ein Ausbildungslager des IS bombardiert. Die Terrororganisation bedrohe die Sicherheit Frankreichs, sagte Hollande. Das sei "ein Akt der Selbstverteidigung" gewesen.

Am Freitagabend, eineinhalb Monate später, kam die Antwort auf Frankreichs Einsatz gegen den IS. Sie erfolgte nicht über Luftschläge auf militärische Stellungen, es gab auch keine Frontlinie oder gar ein Schlachtfeld. Die Reaktion erfolgte stattdessen mitten in Paris. In einem Konzertsaal, in Restaurants und in der Nähe des Fußballstadions. An einem Freitagabend, als viele Menschen sich auf das Wochenende einstimmten.

Die europäischen Politiker wie auch US-Präsident Barack Obama brandmarkten die Anschläge als feigen Terror. Der IS sieht das freilich anders: Er versteht sich nicht als versprengte Bande oder Miliz – und nicht einmal als Terrororganisation. Der IS versteht sich als Staat. Und der sieht sich im Krieg.

Zwischen Dschihadisten-Utopia und Schlachthaus
In der Tat hat sich im Nahen Osten ein staatsähnliches Gebilde etabliert. Zwar wird es von keinem anderen Land und keiner internationalen Organisation anerkannt. Doch ist es ein islamistisches Reich, das scharenweise Muslime aus aller Welt anzieht. Mit der paradiesischen Versprechung eines gottgefälligen Lebens in Würde und Stolz. Regiert von einem selbst ernannten Kalifen, aufgeteilt in Provinzen, die mit strenger Bürokratie kontrolliert werden.

Es gibt Schulen, in denen Kinder indoktriniert werden, Gerichte, die Scharia-Urteile sprechen, eine Sitten-Polizei, einen Geheimdienst. Männer müssen Wehrdienst leisten, werden in paramilitärischen Ausbildungslagern zu todeswilligen Kämpfern geschult. Mit Öl, Schmuggel, Geiselnahmen und auch willkürlich erhobenen Steuern nimmt das Kalifat Millionen ein. Frauen werden als Sklavinnen gehalten, religiöse Minderheiten müssen Schutzgelder bezahlen. Täglich werden Mordverdächtige enthauptet, Dieben werden die Hände abgehakt, Homosexuelle von Häuserdächern gestoßen. Eine Gesellschaft irgendwo zwischen dschihadistischem Utopia und Schlachthaus.

Doch der Terrorstaat ist keine Fiktion mehr, er ist längst real. Der Islamische Staat versucht seit Gründung des Kalifats im vergangenen Jahr alles, um wie eine real existierende Nation zu wirken. Und diese hat dem Westen den Krieg erklärt. Der selbst ernannte Kalif Abu Bakr al-Bagdadi hat seine Anhänger in einen Weltkrieg geschickt – und eines der Schlachtfelder soll Europa sein.

"In einer gesegneten Schlacht haben die Soldaten des Kalifats die Hauptstadt der Prostitution und des Lasters angegriffen, die Speerspitze des Kreuzes in Europa – Paris", verkündete der IS stolz in einem Bekennerschreiben, das am Samstag über soziale Netzwerke im Internet verbreitet wurde.

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Die Authentizität steht nicht mehr infrage. "Lasst Frankreich wissen, dass es weiter auf der Liste der Ziele des Islamischen Staates ganz oben steht, und dass der Geruch des Todes niemals mehr ihre Nasen verlassen wird, solange sie die Kreuzzügler-Kampagne anführen", schreiben die Islamisten weiter. "Dieser Angriff ist der erste eines Sturms."

Den Westen systematisch mit Krieg überziehen
Es ist ein Strategiewechsel. Anfangs hatte der IS vor allem eine regionale Agenda. Syrien, Irak, Afghanistan, Jemen und Libyen – das waren bislang die Staaten, die vom Terror des IS gezeichnet waren. Jetzt soll auch der Westen systematisch mit Krieg überzogen werden. Das Attentat auf die Journalisten des Satire-Magazins "Charlie Hebdo", das al-Qaida zugeschrieben wird, war somit nur ein Vorbote. Der IS legt nun noch brutaler nach. Gleich an sechs Orten schlugen die Terroristen am Freitagabend parallel zu.

Dieser Strategiewechsel hatte sich seit Monaten abgezeichnet. Die Islamisten nehmen all jene ins Visier, die sich gegen den IS stellen. Die Botschaft ist so einfach wie klar: Wer uns angreift, wird angegriffen. Einen russischen Passagierflieger ließen sie über der Sinai-Halbinsel explodieren, in Libanons Hauptstadt Beirut gab es am Freitag Bombenattentate, weil die libanesische Hisbollah-Miliz den syrischen Diktator Baschar al-Assad unterstützt.

Bei europäischen Sicherheitsbehörden weiß man um die Gefahr. Schon oft wurden Terrorpläne vereitelt – in Spanien, Frankreich, Belgien, Großbritannien und auch in der Bundesrepublik. Aber es gab – und gibt – erfolgreiche Attentate. In Paris, in Kopenhagen, in Lyon.

Dschihadisten drohen Bundesrepublik und Merkel
Jetzt scheint das Risiko weiterzuwachsen. Der Terror soll für ständige Angst und Verunsicherung sorgen. In zahlreichen Propagandaveröffentlichungen, in Video- und Audiobotschaften, im Online-Magazin "Dabiq" droht die IS-Führung um Abu Bakr al-Baghdadi – und das nicht nur auf Arabisch, sondern auch auf Englisch, Deutsch, Französisch und Russisch. Für das westliche Publikum unmissverständlich.

"An diesem Zeitpunkt des Kreuzzuges gegen den Islamischen Staat, ist es wichtig, dass Angriffe in allen Ländern stattfinden, die der Allianz gegen den Islamischen Staat angehören", schrieben die Islamisten in einem ihrer Propagandahefte bereits im Oktober 2014. Auch Deutschland wird da nicht ausgenommen. "Die Bürger der Kreuzfahrer-Nationen sollen überall angegriffen werden, wo man auf sie trifft."

Dass Deutschland bislang mehr oder weniger verschont wurde, ist die Sicherheitsbehörden kein Anlass zur Entwarnung. Die Waffenlieferungen der Bundeswehr an die kurdischen Peschmerga für den Kampf gegen den IS haben die Bundesrepublik ins Visier gerückt. "Wir warten auf euch! Seit 1400 Jahren warten wir auf euch!", sagte der deutsche Dschihadist Michael N. in einem IS-Propagandavideo im Oktober vergangenen Jahres. Dieser erste Satz war noch an die USA gerichtet. Dann aber kam die Botschaft für Europa und die Bundesrepublik: "Das Gleiche gilt für euch, ihr Deutschen! Die schmutzige Merkel! ... Hollande, Cameron, Putin! Versammelt euch gegen die Muslime. Ihr werdet nur verlieren!"



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